Die diesjährige Jahrestagung und internationale wissenschaftliche Konferenz des Verbandes Polnischer Germanisten (VPG) wurde in der Zeit vom 8. bis 10. Mai in der Maria und Georg Dietrich-Aula der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Ermländisch-Masurischen Universität zu Olsztyn (Allenstein) ausgetragen und war dem Generalthema „Diskurse als Mittel und Gegenstände der Germanistik“ gewidmet. Sachlich vorbereitet wurde sie vom Präsidenten des VPG, Professor Franciszek Grucza, und seinem engsten Mitarbeiterstab, durchgeführt wurde sie, wie man dies aus der Vergangenheit gewohnt ist, vom Vorstand des Verbandes in Zusammenarbeit mit der ortsansässigen Germanistik, in diesem Falle dem Institut für Germanische Philologie der Ermländisch-Masurischen Universität zu Olsztyn. Für die notwendige fi nanzielle Unterfütterung sorgte zunächst der Verband selbst, indem er Eigenmittel aufbrachte und bereitstellte, dann die Ermländisch-Masurische Universität zu Olsztyn, die einen nicht unerheblichen Beitrag leistete, und schließlich die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, das polnische Ministerium für Wissenschaft und Hochschulwesen sowie der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die die Veranstaltung im Zuge der Gewährung beträchtlicher Zuschüsse und Beihilfen förderten und sich damit in hohem Maße um deren Zustandekommen verdient gemacht haben.

Die Konferenz wurde von Professor Franciszek Grucza eröffnet, der sich in seiner doppelten Funktion als Oberhaupt sowohl des nationalen Verbandes Polnischer Germanisten als auch der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG), der er seit 2005 vorsitzt, an die Anwesenden wandte und sie begrüßte. Sein Gruß galt dabei insbesondere den Gastgebern, vertreten zum einen durch den Prorektor der Ermländisch-Masurischen Universität, Herrn Professor Szczepan Figiel, zum anderen durch die Leiterin des an der Olsztyner Universität angesiedelten Instituts für Germanische Philologie, Frau Professor Ewa Żebrowska, und den geladenen Ehrengästen, namentlich Herrn Wiktor Marek Leyk, Mitglied und Repräsentant des Parlaments der Ermländisch- Masurischen Wojewodschaft, Herrn Dr. Randolf Oberschmidt, Leiter der Warschauer Außenstelle des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und Herrn Botschaftsrat Jens Lütkenherm, Leiter der Kulturabteilung der deutschen Botschaft in Warschau. Professor Grucza ließ es sich ferner nicht nehmen, aus dem Kreis der Konferenzteilnehmer drei Wissenschaftler gesondert hervorzuheben, das Professorenehepaar Margot und Wolfgang Heinemann (Leipzig) und Herrn Professor Karl-Dieter Bünting (Essen), die für die enormen Anstrengungen, die sie mit dem Ziel der Entwicklung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der germanistischen Forschung und Lehre unternommen hatten, und die außerordentlichen Erfolge, die sie dabei erzielt hatten, geehrt wurden, indem ihnen die höchste Auszeichnung, die der Verband Polnischer Germanisten zu vergeben hat, die Ehrenstatuette, verliehen wurde. Schließlich versäumte es Professor Grucza auch nicht, die Gelegenheit der Zusammenkunft der polnischen Germanistin dazu zu nutzen, um nochmals daran zu erinnern, dass im kommenden Jahr 2010 der XII. Weltkongress der von ihm geführten Internationalen Vereinigung für Germanistik in Warschau abgehalten wird. Die Germanisten der Welt werden sich just in dem Jahr in der polnischen Hauptstadt begegnen und ein Stelldichein geben, in dem die polnische Germanistik Geburtstag feiert und den dreihundertsten Jahrestag ihres Bestehens begeht. Professor rief alle dazu auf, sich der Verantwortung, die damit auf der polnischen Germanistik und ihren Vertretern lastet, bewusst zu sein und ihn und sein Mitarbeiterteam sowohl im Vorfeld als auch während des Kongresses tatkräftig zu unterstützen. Schließlich verwies Professor Grucza mit Blick auf die inhaltliche Gestaltung und den Ablauf der vom Verband Polnischer Germanisten organisierten Konferenzen generell darauf, dass sich in der Wahl der Themen und in der Art ihrer Behandlung das von ihm stets verfolgte Anliegen widerspiegelt, die Vielheit und die Einheit der Germanistik in den Vordergrund zu rücken und zu stärken, und dass dieses grundsätzliche Bestreben nicht zuletzt auch bei der Festlegung des Generalthemas für den IVG-Weltkongress 2010 den Ausschlag gab, die Pluralität der Forschungsansätze unter dem Motto Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit zu subsumieren. weiter

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